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DiY: Hochbeet und Bienenwachstücher

Für ein gutes Klima: 

Bienenwachstücher selber machen

Bienenwachstücher sind eine klimafreundliche Alternative zu Frischhalte- und Alufolie. Sie produzieren weniger Verpackungsmüll, halten ca. ein Jahr und können problemlos mehrfach wieder aufgebügelt werden. 

Benötigt werden:
– Reste aus Baumwollstoff 
– Eine Stoffschere (idealerweise eine Zickzackschere)
– Bienen- oder Pflanzenwachs (kann auch gemischt werden, z. B. Reste von Bienenwachskerzen)
– 2 Bögen Backpapier 
– Bügeleisen
– Ein großes, altes Handtuch

Im ersten Schritt wird der Stoff mit einer (Zickzack-)Schere in die gewünschte Größe geschnitten. Hierbei sind alle Größen und Formen des Zuschnitts denkbar. Das Handtuch wird als Unterlage ausgebreitet und es wird ein Bogen Backpapier darauf gelegt. Als letzte Schicht wird der zugeschnittene Stoff darauf ausgebreitet. Sparsam wird nun das Wachs auf dem Stoff verteilt. Es werden dabei geringe Mengen Wachs verwendet, notfalls kann später noch etwas hinzugefügt werden. Dann wird der zweite Bogen Backpapier auf das Stück Stoff gelegt und vorsichtig mit dem heißen Bügeleisen darüber gebügelt. Durch die Hitze schmilzt das Wachs und wird gleichmäßig über dem Stoffzuschnitt verteilt. Nach dem Bügeln ist das Wachs noch eine zeitlang sehr heiß, daher sollte das Backpapier besonders vorsichtig entfernt werden.

Nun kann das Wachstuch zum Einwickeln von Broten, zum Abdecken von Lebensmitteln in Schüsseln etc. genutzt werden. Wenn das Tuch eine Weile nicht in Gebrauch ist, kann es etwas steif werden. Dieses lässt sich durch einfaches Biegen und Erwärmen durch die Handflächen wieder beseitigen. Verschmutzungen können einfach mithilfe von Spülmittel und lauwarmen Wasser entfernt werden.

Hochbeete-Bau für Anfänger*innen

Foto: Martin Rospek, BHS

Benötigt werden:
– Pallettenrahmen (Hochbeetstecksystem)
– Feinmaschiger Draht (gegen Nagetiere)
– Flache Steine
– Nägel
– Hammer, Drahtschere, Handschuhe, Schaufel, Schubkarren
– Grünschnitt (Äste, Laub etc.), Kompost (Stallmist, torffreie Komposterde), hochwertige, torffreie Pflanzenerde
– Pflanzen zum Einsetzen

Für unsere Hochbeete haben wir vorgefertigte Palettenrahmen (120x80x20cm) gekauft, die sich zusammenstecken lassen. Außerdem wird Kaninchendraht benötigt (für die Fläche von 120x80cm), Nägel und Hammer zum Befestigen sowie flache Steine, auf die das Hochbeet gestellt wird. Gefüllt wird das Hochbeet mit Gartenabfällen (Äste, Laub, Grünschnitt), Komposterde (ca. 6x 50 Liter) und Pflanzenerde (ca. 8 x 60 Liter). Für den Klimaschutz ist es wichtig, dass die Erde torffrei und möglichst bio ist. Um Torf zu gewinnen, werden Moore trockengelegt, die wichtige CO2-Speicher darstellen.

Schritt 1: Die Rahmen werden zu einem Viereck gesteckt. Für unser Hochbeet haben wir drei der Rahmen übereinandergestapelt, sodass es eine Höhe von 60cm ergibt. 

Schritt 2: Um Ratten und andere Nagetiere vom Hochbeet fernzuhalten, wird am unteren Ende des Rahmens ein engmaschiger Draht angebracht. Diesen haben wir auf die ungefähre Größe (etwas größer) des Kastens mit einer Drahtschere zurechtgeschnitten. Danach kann der Draht in den Kasten hineingelegt und von innen mit Nägeln in kurzen Abständen befestigt werden.

Schritt 3: Nun werden die flachen Steine an die Stelle positioniert, wo das Beet stehen soll. Dafür eignet sich am besten ein sonniger Standort. Dabei sollte beachtet werden, dass – einmal gefüllt – das Beet später nicht mehr bewegt werden kann. Durch die Steine wird der direkte Kontakt der Palettenrahmen zum Boden und damit schnelles Faulen vom Holz vermieden. Damit der Draht nicht ausreißt und um den Schwerpunkt in der Mitte zu stabilisieren, wurden in die Steinumrandung Äste gelegt.

Schritt 4: Jetzt kann der Rahmen auf die Steine gesetzt und befüllt werden.
Als erstes kommen die Äste, diese sorgen für eine ausreichende Belüftung. Darauf folgen feine Gartenabfälle wie Laub oder Grasschnitt, die mit dem Kompost gemischt werden können. Insgesamt macht diese Schicht mindestens 1/3 des Beetes aus. Die letzten 2/3 haben wir mit torffreier Pflanzenerde befüllt. Es sollte bedacht werden, dass die Erde absackt. Deshalb sollte das Beet vor der Bepflanzung randvoll sein. Außerdem sollte diese Schicht nach jeder Ernte erneuert werden.

Schritt 5: Jetzt kann bepflanzt werden! Beispielsweis passen Bio-Paprika, Bio-Kohlrabi und Bio-Minigurkenschlangen und kleinere Bio-Salatpflänzchen gut zusammen. Die Blätter vom Salat können– wenn sie groß genug sind– einfach zwischendurch schon abgepflückt werden, so gibt es ausreichend Platz zum Wachsen des andern Gemüses. Es könne auch Kräuter in Hochbeete gepflanzt werden, z.B. Bio-Rosmarin, Bio-Oregano, Bio-Bohnenkraut, Bio-Thymian und Bio-Salbei in Kombination.

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